• Turnverein Holz 02 e.V.

Iaidō

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Übungsleiter:

Uwe Müller

Trainigszeiten:

montags:
19:30 – 21:00

Glück-Auf-Halle Holz

Das Wort Iaido besteht aus zwei Silben: iai und do. Die Silbe iai setzt sich aus zwei Schriftzeichen zusammen. I(ru) = sein und ai(au) = zusammen, Harmonie. Beides zusammen bedeutet so viel wie „ganz dabei sein“. Die zweite Silbe do bedeutet Weg.
Mit diesem Weg ist der Verlauf der persönlichen Entwicklung und Ausbildung gemeint. Im Mittelpunkt des do steht immer das Üben einer bestimmten Fertigkeit mit einem überwiegend spirituellen Aspekt.
Aufgabe des Iaido ist das Erlernen, wie man das Schwert in allen möglichen Situationen gezielt und sicher bewegen kann.
Der ernsthaft Übende wird durch die vielen Schwierigkeiten beim Beschreiten des Weges zu einer intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst gezwungen. Die Überwindung und das stete Bemühen zur Verbesserung sind der Kern der Ausbildung. Die klassische Situation des Schwertkämpfers sich mit seinem Gegner auseinandersetzen zu müssen steht im Iaido stellvertretend für die Handlungen in unserem modernen, täglichen Leben.
„Saya no uchi no kachi saya“ ist das größte Ziel. Siegen, ohne das Schwert zu ziehen
Der Anfänger lernt zuerst die einzelnen Elemente, aus der eine kata besteht. Eine kata ist ein vorgegebener Bewegungsablauf, der einem realen Schwertkampf nachempfunden ist.

Jede Kata beinhaltet vier Elemente:
Ziehen des Schwertes (nukitsuke),
Schnitt (kiritsuke),
Schwert reinigen (chiburi) und
Schwert einstecken (noto).

Das Besondere am Iaido liegt darin, dass jeder die Kata für sich alleine übt, die Gegner sind vorgestellt. Ungefährliche Partnerübungen mit dem bokken sind möglich. Mit ihnen können Funktion, Abstand, Timing und Dynamik einer kata verdeutlicht werden. Fehler entstehen alleine aus einem selber. Belastende Gedanken, naive Vorstellungen oder falsche Bewegungen fordern den Übenden.
Dadurch wird das Ausführen der an sich natürlichen Bewegungen schwierig, manchmal auch unmöglich.
Erst durch die ständige Annahme dieser Herausforderung gelingt allmählich die eine oder andere Bewegung. Der Übende merkt mit der Zeit, dass die ihm fremde Technik vertraut wird. Sie wird zu seiner eigenen.
Diese Einheit von Geist, Körper und Schwert „ki ken tai itchi“ wird in allen Bewegungen angestrebt.
Auszug aus „Bedeutung und Aufgabe des Iaido“ auf der Hompage des DIAIB ( Deutscher Iaido Bund)